Erläuterungen zu ISO 9001:2026
Quelle ist ISO 9001:2026(en), sechste Ausgabe, englischer Text. Sie ersetzt ISO 9001:2015 und übernimmt das Amendment ISO 9001:2015/Amd…
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Quelle: ISO 9001:2026(en), sechste Ausgabe, Englisch. 0.3, 4.4, A.4.4, A.6.1.2, A.6.1.3
0.3 fördert den Prozessansatz beim Aufbau, bei der Verwirklichung und bei der Verbesserung der Wirksamkeit eines Qualitätsmanagementsystems, um die Kundenzufriedenheit durch Erfüllung der Kundenanforderungen zu steigern. Die Anforderungen, die für die Anwendung des Prozessansatzes wesentlich sind, stehen in 4.4. Sie werden in 9001-06 erklärt.
Prozesse und ihre Wechselwirkungen als System zu verstehen und zu führen trägt nach 0.3 zur Wirksamkeit und zur Effizienz bei, mit der die Organisation ihre beabsichtigten Ergebnisse erreicht. Der Ansatz ermöglicht, Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Prozessen so zu lenken, dass die Gesamtleistung gesteigert werden kann. Effizienz ist hier eine Aussage der Einleitung, keine eigene Forderung in Abschnitt 4.
Der Prozessansatz ist das systematische Bestimmen und Lenken der Prozesse und ihrer Wechselwirkungen, damit die beabsichtigten Ergebnisse im Einklang mit der Qualitätspolitik und der strategischen Ausrichtung erreicht werden. Die Leitung des Systems insgesamt kann mit dem PDCA-Zyklus erfolgen, mit risikobasiertem Denken und mit chancenbasiertem Denken. 0.3 verweist für das risikobasierte Denken auf A.6.1.2: Es zielt darauf, unerwünschte Ergebnisse zu verhindern. Für das chancenbasierte Denken verweist 0.3 auf A.6.1.3: Es zielt darauf, gewünschte Ergebnisse zu verfolgen, indem Chancen genutzt werden. Beide Verweise zeigen auf den informativen Anhang. Die Forderungen stehen in 6.1, erklärt in 9001-09.
Die Anwendung des Prozessansatzes ermöglicht nach 0.3 vier Dinge: Anforderungen einheitlich zu verstehen und zu erfüllen; Prozesse unter Risiko, Chance und Wertbeitrag zu betrachten; eine wirksame Prozessleistung zu erreichen; Prozesse anhand der Bewertung von Daten und Informationen zu verbessern.
Abbildung 1 ist eine schematische Darstellung der Elemente eines einzelnen Prozesses und zeigt das Zusammenwirken dieser Elemente. Die Überwachungs- und Messpunkte, die für die Lenkung nötig sind, sind prozessspezifisch und ändern sich mit den Prozessschritten und den zugehörigen Risiken. Die Abbildung wird hier nicht wiedergegeben.
Der PDCA-Zyklus wird in 0.3.2 so beschrieben:
Der Zyklus kann auf alle Prozesse und auf das Qualitätsmanagementsystem als Ganzes angewendet werden. Abbildung 2 zeigt, wie die Abschnitte 4 bis 10 in Bezug auf den PDCA-Zyklus gruppiert werden können. Die Abbildung wird hier nicht wiedergegeben. Die Klammerzahlen darin verweisen auf die Abschnitte des Dokuments.
A.4.4 ist ein Hinweis. Er verbindet 4.4 mit dem Grundsatz des Prozessansatzes und sagt, dieser schließe den PDCA-Zyklus, risikobasiertes Denken und chancenbasiertes Denken ein. A.6.1.2 sagt als Hinweis, dass die Anwendung risikobasierten Denkens weder ein formales Risikomanagement noch einen dokumentierten Risikomanagementprozess voraussetzt. Organisationen können umfangreichere Ansätze wählen. A.6.1.3 beschreibt als Hinweis, wobei chancenbasiertes Denken helfen kann. Beide Abschnitte fügen keine Forderung hinzu. ISO 31000 wird dort als Anleitung genannt und liegt hier nicht vor.
Nicht in diesem Text: die Elemente der Abbildung 1, die Zuordnung der Abschnitte in Abbildung 2, und die Maßnahmenanforderungen aus 6.1. Die stehen in 9001-09.