ISO 14001 & CSRD: Nachhaltigkeit messbar machen und ESG-Kriterien für Lieferketten erfüllen
Nachhaltigkeit ist endgültig aus der Marketingabteilung in die Chefetagen und Rechtsabteilungen gewandert. Durch die europäische Corporate…
Artikel lesenNachhaltigkeit, Umwelt & Schutz von Menschen und Betrieben
Ein verheerender Ransomware-Angriff verschlüsselt alle Server. Ein Brand im Hauptlager legt den Versand lahm. Ein plötzlicher Stromausfall stoppt die Fertigungslinien. Oder der Hauptlieferant für ein Schlüsselbauteil meldet überraschend Insolvenz an.
In solchen Extremsituationen trennt sich die Spreu vom Weizen: Während unvorbereitete Unternehmen in Schockstarre verfallen und millionenschwere Verluste erleiden, greifen krisenresiliente Organisationen auf erprobte Notfall- und Wiederanlaufpläne zurück.
Genau hier setzt die internationale Norm ISO 22301 an. Sie ist der weltweite Standard für Business Continuity Management Systems (BCMS) – das Managementsystem für betriebliche Kontinuität und Krisenresilienz.
Das übergeordnete Ziel der ISO 22301 lautet: Sicherstellen, dass eine Organisation auch bei schwerwiegenden Störfällen ihre kritischsten Geschäftsprozesse auf einem vordefinierten Mindestniveau aufrechterhalten und schnellstmöglich zum Normalbetrieb zurückkehren kann.
Das System baut auf drei zentralen methodischen Säulen auf:
Die BIA ist das Herzstück des BCM. Hier wird untersucht, welche Geschäftsprozesse für das Überleben der Organisation unverzichtbar sind und welche finanziellen und operativen Schäden entstehen, wenn ein Prozess für 1 Stunde, 1 Tag oder 1 Woche ausfällt.
Hier werden konkrete Bedrohungsszenarien analysiert: Naturkatastrophen, Cyberattacken, Pandemien, Sabotage, Personalengpässe oder IT-Infrastrukturausfälle.
Für jeden kritischen Prozess existieren klare, praxiserprobte Handlungsanweisungen: Wer alarmiert wen? Welche Ausweicharbeitsplätze werden genutzt? Welche Redundanzen (z. B. Notstromaggregate, alternative Cloud-Regionen) springen an?
Ein wirksames BCM nach ISO 22301 zeichnet sich dadurch aus, dass im Krisenfall keine zeitraubenden Grundsatzdiskussionen geführt werden müssen:
| Kennzahl / Konzept | Bedeutung im Ernstfall |
|---|---|
| BIA (Business Impact Analyse) | Identifiziert die lebenswichtigen Organe des Unternehmens. |
| RTO (Wiederanlaufzeit) | Garantiert Kunden feste Zeitfenster, bis wann Systeme wieder online sind. |
| RPO (Wiederherstellungspunkt) | Begrenzt den maximalen Datenverlust bei Backup-Restores. |
| Krisenstaborganisation | Klare Rollenverteilung: Wer entscheidet über Medienkommunikation, Betriebsstillstand und Kundeninformation? |
Ein Notfallplan, der ungelesen im Schrank verstaubt, ist im Ernstfall wertlos. Die ISO 22301 legt deshalb enormen Wert auf regelmäßige Übungen und Tests:
Krisen lassen sich nicht immer verhindern – aber ihre verheerenden Folgen lassen sich beherrschen. Mit einem zertifizierten Managementsystem nach ISO 22301 machen Sie Ihr Unternehmen unempfindlich gegenüber Schocks und sichern seine Existenz nachhaltig ab.
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